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An Ostern 2o17 brachte die Theatergruppe Habach die historische Völkerverständigungskomödie in drei Akten "DA FRANZOSENZIPFE" von Thomas Kirnberger auf die Bühne. Es ist das zweite Stück, nach "da Sunnawind - Toni", das er für uns geschrieben hat. Hier eine kurze Inhaltsangabe:

Das Stück spielt im Jahre des Herrn 1811 kurz vor dem Russlandfeldzug. Seit 2o Jahren herrscht immer wieder Krieg und die Bevölkerung hat unter Armut und Hunger zu leiden, da die durchziehenden Armeen eine Spur der Verwüstung hinterlassen. 18o6 hat sich Napoleon mit Bayern verbündet und den bairischen Kurfürst Max I Joseph zum König und Bayern zum Königreich ernannt. Die französischen Soldaten sind auf dem Rückweg vom Krieg in Spanien entkräftet und werden in ganz Bayern auf die Dörfer und Städte verteilt. Auch in Habach musste jeder Hof und jedes Haus je nach Größe einen oder mehrere Soldaten aufnehmen und verköstigen. Auf dem "Gschwendner - Hof" leben die Bäurin Mare, deren Mann im Krieg gefallen ist, mit ihrer Tochter Vevi und der Magd Fanny. Sie sind natürlich nicht begeistert, dass auf dem "Weiberhof" ein fremdes Mannsbild einquartiert wird. Auch hat man von den Soldaten viel Schlechtes gehört. So wurde von Plünderungen, Morden und Vergewaltigungen berichtet. Gegen den königlichen Erlass können sie sich allerdings nicht wehren und als auch noch Leutnant Lefebre von der Grande Armèe den Hof inspiziert, wird es ernst. Bei dem Leutnant ist der etwas zwielichtige Habacher Luggi Hastreiter dabei, der früher schon "a odrahter Hund" gewesen ist und wegen Wilderei im Zuchthaus war. Jetzt kommt er recht stattlich daher und arbeitet als königlich-bairischer Militärübersetzer. Er übersetzt die Anforderungen, die für die Soldaten erfüllt werden müssen. Luggi ist auf dem Hof nicht gern gesehen, ausser bei der Magd Fanny, die ihn früher schon angehimmelt hat. Die geforderte Kost und Logie für den Soldaten stellt den Weiberhof vor einige Schwierigkeiten; haben sie doch selbst kaum genug zum Überleben. Als nun der junge Infantrist Jean-Marie Dubois auf dem Hof ankommt, haben die drei Weiber eher Mitleid als Angst, da er vom Krieg gezeichnet und sehr geschwächt ist. Der Botengänger Ignaz Sonnbichler, der mehr als Zuneigung für Mare Gschwendner empfindet, und der Kraxntrager und Leinweber Sepp, der auf die Vevi spechtelt, schauen immer wieder auf dem Hof vorbei um den dreien beizustehen. Der Soldat ist aber ein recht handsamer Bursch, arbeitet fleißig mit und wickelt mit seinem französischem Charme trotz einiger Verständigungsschwierigkeiten alle drei Weiber recht schnell um seinen Finger. Das passt natürlich weder dem Luggi noch dem Bot und schon gar nicht dem Sepp, der den "Franzosenzipfe" am liebsten aus dem Weg räumen möchte. Als nun ein neuer Feldzug Richtung Russland ansteht, an dem auch ausgeloste Habacher teilnehmen müssen, zu denen auch der Kraxn-Sepp gehört, hat der Hastreiter Luggi einen Plan, der den "Schomare" und den Sepp vor ihrem Schiksal bewahrt. Sepp versteckt sich mit dem Franzosen bei einem Freund von Luggi in Kempten und entkommt somit dem neuen Feldzug und der Soldat kann sich nach Frankreich durchschlagen.

Unserem Autor Thomas Kirnberger ist mit diesem Stück eine Völkerverständigungskomödie gelungen, die sowohl einen belegten historischen Hintergrund als auch einen aktuellen Bezug zu unserer Zeit hat, in der wir auch Vorurteilen gegenüber Fremden ausgesetzt sind.

Für uns war es eine sehr große Freude, diese Uraufführung auf die Bühne zu bringen, die uns sowohl beim Proben als auch bei den Vorstellungen einen Riesenspass gemacht hat. Die Theatergruppe Habach bedankt sich recht herzlich bei "unserem Kiri" und wir hoffen, dass das nicht sein letztes Stück ist, das er für uns schreibt.

Die Komödie ist auch beim Publikum sehr gut angekommen, was die positive Resonanz und fünf ausverkaufte Vorstellungen be- weisen. Das freut uns und den Autor natürlich sehr.

Als Darsteller wirkten mit: Evi Spensberger, Elisabeth Huber, Evi Feigl, Klaus Sonner, Toni Kennerknecht jun., Michael Aigner jun., Magnus Schlammerl jun. und Peter Schaloudek!

Der Autor Thomas Kirnberger möchte sich noch ganz herzlich bei Natalie und Guy Georges für die Unterstützung bei der französischen Übersetzung bedanken.